Programm
Wie gehen andere Kommunen mit aktuellen Herausforderungen um?
Das Forum KOMMUNAL 2026 bietet Vorträge, Workshops und Diskussionen zu Krisenmanagement, Katastrophenschutz, Fördermitteln, Fachkräftemangel, kommunaler Sicherheit, Ehrenamt und Verwaltungsmodernisierung.
Werfen Sie einen Blick ins Programm und tauschen Sie sich mit Bürgermeistern, Bürgermeisterinnen, Landräten, Landrätinnen, Verwaltungen und kommunalen Entscheidern aus ganz Deutschland aus.
Dienstag, 25. August 2026 (Beginn bei 3-Tage-Basis- oder Komfort-Tickets)
mit Begrüßung durch KOMMUNAL und die Kooperationspartner des Forum KOMMUNAL 2026, den Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz und die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
Mittwoch, 26. August 2026 (Beginn bei 2-Tage-Basis- oder Klassik-Tickets)
Begrüßung KOMMUNAL
Grußwort von Thomas Feser, Oberbürgermeister der Stadt Bingen am Rhein
Grußwort von Thomas Przybylla, Stellvertretender Vorsitzender des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz
Grußwort von Christiane Döll, Stellvertretende Vorsitzende des Städtetags Rheinland-Pfalz
Grußwort von Constanze Janda, Rektorin der Deutschen Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
Stimmenimitator & Parodist, kluger Verrückter, Stimmengewitzter, hat ständig die Lachmuskeln seines Publikums im Visier. Dabei setzt er auf zeitgemäße Parodien mit intellektuellem Wortwitz und viel Stil. Gute Vorbereitung lässt die Show zum Unikat werden.
Resilienz als Gemeinschaftsaufgabe: Warum wir krisenfeste Kommunen brauchen
Mehr Geld und mehr Personal allein werden die strukturellen Probleme vieler Kommunen nicht lösen. Entscheidend ist vielmehr, wie Verwaltungen organisiert, gesteuert und kooperativ aufgestellt sind. Der Vortrag beleuchtet anhand aktueller kommunaler Prüfungserfahrungen konkrete Ansätze zur Stärkung von Resilienz und neuen Handlungsspielräumen. Am Beispiel der Gemeinde Künzell wird gezeigt, wie es gelang kann, trotz Krisenzeiten finanzielle Stabilität, Rücklagen und organisatorische Handlungsfähigkeit zu sichern.
Land unter? Wie Kommunen dem Hochwasser zuvorkommen
Kommunale Resilienz in der Polykrise – warum nicht Geld fehlt, sondern Organisation entscheidet
Mehr Geld und mehr Personal allein werden die strukturellen Probleme vieler Kommunen nicht lösen. Entscheidend ist vielmehr, wie Verwaltungen organisiert, gesteuert und kooperativ aufgestellt sind. Der Vortrag beleuchtet anhand aktueller kommunaler Prüfungserfahrungen konkrete Ansätze zur Stärkung von Resilienz und neuen Handlungsspielräumen. Am Beispiel der Gemeinde Künzell wird gezeigt, wie es gelang kann, trotz Krisenzeiten finanzielle Stabilität, Rücklagen und organisatorische Handlungsfähigkeit zu sichern.
Pitch erste Workshoprunde
Vom Leerstand zum Begegnungsort – wie Kommunen mit ‚Dritten Orten‘ ihre Ortskerne beleben
Rechenzentren als Standortfaktor – Chancen für Kommunen zwischen Digitalisierung, Energie und Finanzierung
Rechenzentren werden zunehmend Teil kommunaler Infrastruktur- und Standortpolitik. Sie bringen Investitionen, hohe Energiebedarfe und neue Anforderungen an Strom- und Wärmenetze mit sich – eröffnen Kommunen zugleich aber neue Chancen für Wertschöpfung, Wärmeversorgung und Kooperationen. Der Workshop zeigt praxisnah, wie Kommunen Ansiedlungen strategisch begleiten, Infrastrukturbedarfe frühzeitig berücksichtigen und Finanzierungs- sowie Beteiligungsmöglichkeiten sinnvoll nutzen können.
Freibäder im Fokus – Schließen, sanieren oder einmal ganz neu denken?
Die Zukunft der deutschen Freibäder ist ungewiss. Der gesellschaftliche Wille vor Ort ist klar für den Erhalt der Bäder, aber die kommunalen Kassen haben keinen Spielraum für kostspielige Sanierungen und hohe Betriebskosten. Gleichzeitig sind die wenigen Förderprogramme um ein Vielfaches überzeichnet. Das Konzept FreibadPLUS bietet hier eine Zukunftsperspektive für kommunale Freibäder. Nachhaltig und kosteneffizient – lernen Sie eine neue Sicht auf die Freibäder kennen!
Investieren in stabile Prozesse - Sparen durch kluge Steuerung, Partizipation und Fördermitteleinsatz
Maßnahmen zur Förderung der Diversität in der öffentlichen Verwaltung
Pitch 2. Workshoprunde
Prozessmanagement in der Kommunalverwaltung: Abläufe effizienter gestalten
Fachkräftemangel, steigende Aufgabenkomplexität und Digitalisierung treffen auf begrenzte Ressourcen und gewachsene Strukturen. Prozessmanagement setzt hier an: Es macht Abläufe sichtbar, steuerbar und schafft die Grundlage für sinnvolle Digitalisierung und Automatisierung. Der Workshop zeigt konkrete Mehrwerte – klare Zuständigkeiten, weniger Medienbrüche, bessere Steuerung – und einen pragmatischen, schrittweisen Einstieg. Am Beispiel der Personalentwicklung wird deutlich, wie sich auch komplexe, bereichsübergreifende Aufgaben systematisieren lassen.
Der Mix machts | Handeln, Führen, Verantworten
Diversität ist mehr als das Sichtbare. Menschen bringen unterschiedliche Erfahrungen, Generationen, Herkünfte und Lebensphasen in ein Team – das prägt Zusammenarbeit ebenso wie Fachlichkeit. Der Workshop lädt ein, Führung, Zusammenarbeit und eigene Haltung zu reflektieren. Im Mittelpunkt: unterschiedliche Lebensrealitäten und Erwartungen an Führung – und die Frage, wie Teams entstehen, in denen Menschen wirksam sein können, ohne sich zu verlieren.
Handlungsempfehlungen im Umgang mit Reichsbürgern in Kommunalverwaltungen
Feuerwehr, Verein, Gemeinderat: Wie das Ehrenamt auf dem Land überlebt
Ökosystemleistungen als kommunale Daseinsvorsorge
Ökosystemleistungen wie Trinkwasser und Holz für die Versorgung, Wälder und Böden für die Regulierung des Klimas oder Grünflächen als kulturelle Leistung sind oft günstiger und nachhaltiger als technische Lösungen. Und damit unverzichtbar für eine krisenfeste, lebenswerte Kommune. Der Vortrag schließt Themen wie Hochwasserschutz ein.
Exkursion 1: Weingut Dreikönigshof (beginnt um 17:15 Uhr)
Exkursion 2: Stadtführung „200 Jahre Geschichte am Rhein-Neckar-Eck“ (beginnt um 17:30 Uhr)
Exkursion 3: Stadtführung „Hildegard von Bingen“ (beginnt um 17:30 Uhr)
Donnerstag, 27. August
Fördermittel: bekommen ist schwer – behalten noch mehr
Viele kommunale Projekte stehen und fallen mit Fördermitteln. Doch zwischen Bewilligung und Abrechnung entstehen Risiken – oft unbemerkt, mit drastischen finanziellen Folgen. Was im Antrag klar geregelt ist, gerät im Projektalltag ins Rutschen: Änderungen ohne Abstimmung, lückenhafte Dokumentation. So wird aus der Förderung schlimmstenfalls ein Rückforderungsfall. Rechtsanwältin Anuschka Siegers (DOMBERT Rechtsanwälte) zeigt typische Fallkonstellationen und erläutert, worauf es ankommt, damit Fördermittel auch behalten werden.
Pitch dritte Workshoprunde
Ihre Verantwortung, Ihre Risiken: Wie Sie als Führungskraft Ihre Verwaltung rechtskonform und cybersicher machen
Klärschlamm: Die nächste Kostenwelle kommt. Ist Ihre Kommune vorbereitet?
Steigende Energie- und Entsorgungskosten, fehlendes Personal, wachsende Umweltanforderungen: Kommunen stehen unter Druck, Abwassergebühren stabil zu halten, ohne Bürger weiter zu belasten. Der Workshop zeigt, warum immer mehr Kommunen auf natürliche Klärschlammentwässerung setzen – ein Verfahren ohne energieintensive Technik, mit geringeren Betriebskosten und weniger Personalaufwand. Statt teurer Anlagen ein stabiler, planbarer Prozess, der unabhängiger von steigenden Kosten macht. Praxisnah und kommunal gedacht.
Datenteilen in der Krise: Was der EU Data Act für den kommunalen Katastrophenschutz bedeutet
Zensus und kommunaler Finanzausgleich – Was verschwundene Einwohner mit weniger Geld im Haushalt zu tun haben
Durch den Zensus 2022 wurde die "amtliche Einwohnerzahl" neu ermittelt – mit fragwürdigen Ergebnissen: In vielen Kommunen sind über Nacht dutzende Einwohner "verschwunden", die Melderegister zeigen andere Zahlen. Da diese Zahl Berechnungsgrundlage für die Schlüsselzuweisungen im kommunalen Finanzausgleich ist, bedeutet das niedrigere Zuweisungen und weniger Geld im Haushalt. Rechtsanwalt Tobias Schröter (DOMBERT Rechtsanwälte) zeigt den Zusammenhang auf – und wie Kommunen sich dagegen wehren können.
Erklärung und Sessionplanung
Thema: Kommunaler Katastrophenschutz im Fokus
Wie funktioniert unser Barcamp?
- Vorbereitung
In 30 Minuten wird unser Moderator an das Format heranführen und eine kurze Einleitung in das Thema kommunaler Katastrophenschutz geben.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer bekommen die Möglichkeit, ihre Interessensschwerpunkte und Fragen zu platzieren. (Was muss sich in meiner Kommune beim Katastrophenschutz verbessern? Welche Tools können uns vor Ort helfen? Wie funktioniert eine Risikoanalyse? Wie erstellt man einen Alarmplan? u. v. m.)
Unser Moderator stellt die Interessensschwerpunkte so zusammen, dass sie drei zueinander passenden Gruppen zugeordnet werden können.
- Gruppenphase
Drei Expertinnen und Experten auf dem Gebiet des Katastrophenschutzes nehmen sich jeweils einem Themencluster an.
Teilnehmerinnen und Teilnehmer entscheiden sich, zu welchem Themencluster sie diskutieren und mehr erfahren möchten. Die drei Gruppen verteilen sich auf drei Räume.
Gemeinsam mit der Expertin bzw. dem Experten werden Erfahrungen ausgetauscht, Wissen geteilt und Maßnahmen für die praktische Umsetzung erarbeitet.
- Abschlussrunde
In einer Abschlussrunde werden die erarbeiteten Lösungen der drei Gruppen geteilt.
Angeleitet von Prof. Dr. Michèle Knodt, Politikwissenschaftlerin an der TU Darmstadt, Direktorin des Anwendungs- und Transferzentrums Digital Resilience Xchange und stellvertretende Koordinatorin im LOEWE-Zentrum emergenCITY
Rückblick und Abschied
*Alle Angaben zu Programm und Unterkunft erfolgen unter Vorbehalt und können sich kurzfristig ändern. Bei Anpassungen informieren wir Sie rechtzeitig und stellen gegebenenfalls Alternativen bereit.